Interdisziplinäre Kopfschmerzsprechstunde


Ungefähr ein Drittel der Bevölkerung leidet im Laufe eines Jahres unter Kopfschmerzen, während der gesamten Lebenszeit bleibt kaum jemand davon verschont. Viele Kopfschmerzpatienten suchen zur Linderung ihrer Beschwerden primär den Orthopäden oder Manualmediziner auf. Vom Nacken ausgehende nach vorn zur Stirn oder ins Auge ausstrahlende in der Regel einseitige Schmerzen sind charakteristisch für einen halswirbelsäulenbedingten Kopfschmerz. Nicht selten kommt es zu Dauerschmerzen von quälender Intensität. Ursächlich sind Bewegungsstörungen vor allem der oberen Halswirbelsäule, Überlastungen der Muskulatur zum Beispiel durch langes Sitzen vor dem PC oder in der Schule oder durch Verschleißveränderungen der Gelenke.

Experimentelle Untersuchungen, die am Institute of Neurology in London durchgeführt worden sind, erklären die typische Schmerzausstrahlung in Kopf und Gesicht durch besondere Nervenverknüpfungen im Rückenmark. Halswirbelsäulenbedingter Kopfschmerz kommt auch in Kombination mit Migräne, Spannungs,- oder Medikamentenkopfschmerz vor. Häufig ist die diagnostische Abgrenzung nicht einfach. Deshalb erfordert die richtige Diagnose eine fachübergreifende Zusammmenarbeit des Orthopäden / Manualmediziners mit unterschiedlichen Kopfschmerzspezialisten und Physiotherapeuten, wie sei in der Akademie für Manuelle Medizin angeboten wird.
Die Diagnose wird vor allem durch die eingehende Befragung des Patienten, eine manualmedizinische und neurologische Untersuchung gestellt. Ein Röntgenbild ist sinnvoll, darüber hinausgehende Verfahren wie Computer- oder Kernspintomographie sind selten erforderlich.
Gerade bei akuten Beschwerden ist eine manuelle Therapie zur Verbesserung der Gelenkfunktion sowie zur Muskeldehnung und -stabilisation sinnvoll. Der Patient lernt Übungen und Verhaltensweisen zur Kompensation seiner Alltagsbelastung. Vor längerdauerndem Schmerzmittelkonsum muß gewarnt werden, eine operative Therapie spielt in den meisten Fällen keine Rolle. Der Schwerpunkt spiegelt sich in wissenschaftlichen Veranstaltungen und entsprechenden Veröffentlichungen wieder.
(vgl. hierzu auch die Bücher Zervikogener Kopfschmerz und Gesichts- und Kopfschmerzen aus interdisziplinärer Sicht im Bereich Veröffentlichungen )

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