Osteopathie

Die Osteopathie bzw. Osteopathische Medizin beinhaltet eine umfassende manuelle Diagnostik und Therapie von Fehlfunktionen am Bewegungssystem, den inneren Organen und am Nervensystem. Die Praxis der Osteopathie oder der osteopathischen Medizin (Bezeichnung in den USA) ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Es ist nicht einheitlich definiert, was einen Therapeuten zum Osteopathen macht. Diese Tatsache spiegelt sich national und international in einer Vielzahl ärztlicher und nichtärztlicher osteopathischer Gesellschaften und in einer uneinheitlichen Ausbildung wieder.

In Deutschland werden im Rahmen des Begriffes Osteopathie vielfach bekannte diagnostische und therapeutische Verfahren aus der Manuellen Medizin verwendet, die um zusätzliche Verfahren, Konzepte und Anschauungen ergänzt werden: 1997 wurde die Deutsche Gesellschaft für Osteopathische Medizin (DGOM) gegründet, die chirotherapeutisch erfahrene Ärzte nach dem amerikanischen Standard ausbildet: Fast alle Methoden der Osteopathischen Medizin sind als „weich“ einzustufen. Durch sogenannte Muskelenergietechniken werden mittels gezieltem Muskelzug und geführten Bewegungen Fehlfunktionen der Gelenke behoben. Andere Techniken beschäftigen sich mit den Muskelhüllen (sog. Faszien = myofasziale Techniken) bzw. schmerzhaften Muskel- und Sehnenpunkten, die durch spezielle Lagerung entspannt und aufgelöst werden (Counterstrain – Technik).

Bei der viszeralen Osteopathie werden Spannungsänderungen an inneren Organen ertastet und behandelt. Innere Organe sind beweglich und durch Faszien und Bänder befestigt. Bei Bewegungsstörungen kann die Funktion der inneren Organe selbst oder reflektorisch auch die Funktion des Bewegungsapparates beeinträchtigt werden. Die craniosakrale Technik setzt voraus, daß sich die Schädelknochen in einem bestimmten Rhythmus untereinander bewegen. Ursache ist demnach die Zirkulation der Gehirnflüssigkeit vom Gehirn über das Rückenmark bis zum Kreuzbein. So untersucht der Therapeut die Beweglichkeit der verschiedenen Schädelknochen untereinander und zusätzlich die Beweglichkeit des Kreuzbeines. Eventuelle Fehlfunktionen werden therapiert. Im Alltag werden so genannte manuelle und so genannte osteopathische Techniken häufig in Kombination verwendet.

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